Stefan Reis

Wege durch den homöopathischen Dschungel. Genuine Homöopathie. Sichere Orientierung in Theorie und Praxis.

Wieso Dschungel? Die Homöopathie unserer Tage gleicht bisweilen einem undurchdringlichen Dickicht zahlreicher, sich teilweise widersprechender Meinungen und Lehren. Die methodische Vielfalt verwirrt oft mehr als sie zur therapeutischen Sicherheit beiträgt, die unser praktisches Hauptanliegen sein sollte, insbesondere im Hinblick auf die verlässliche Arzneiwahl.

Um dabei nicht die Orientierung zu verlieren, ist eine zuverlässige Basis vonnöten sowie eine diskursive Reflexion der unterschiedlichen Ansätze und jüngeren Entwicklungen, die schon mit den Modifikationen durch J. T. Kent begannen. Selbstverständlich müssen dabei auch die Lehren von Samuel Hahnemann selbst einer kritischen und genauen Prüfung unterzogen werden.

Stefan Reis, Vorstandsmitglied im Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e. V. (VKHD), gehört zu den bekanntesten Homöopathen und Lehrern. An der von ihm mitgegründeten und bis heute geleiteten Dynamis-Schule für Homöopathie in Mülheim hat er seit 1994 unzählige Kolleg*innen in klassisch-genuiner Homöopathie ausgebildet.

In seinem Dresdner Dschungel-Seminar widmet sich Reis allen relevanten Problembereichen, konzeptuellen Missverständnissen und inneren Widersprüchen der homöopathischen Theorie und Praxis. Sein Anliegen ist, mit überholten Denkgewohnheiten sowie falschen (bzw. falsch verstandenen) Lehrsätzen aufzuräumen und übliche Behandlungswege kritisch zu hinterfragen, mit dem Ziel, bessere Ergebnisse im Praxisalltag zu erzielen und somit die therapeutische Sicherheit zu erhöhen.

Dabei orientiert er sich im Kern an den ursprünglichen Lehren Hahnemanns (sowie weiterer früher Meister wie von Bönninghausen oder Jahr). Diese "genuinen" Grundlagen erfuhren durch die von Kent begründete nordamerikanische Lehre erhebliche Abweichungen und Brüche - mit manch problematischen Folgen. Diese Modifikationen werden hier ausführlich erörtert, diskutiert und an Beispielen belegt.

Zu den wichtigsten inhaltlichen Themen gehören der Stellenwert von Gemütssymptomen, die Bedeutung der Heringschen Regel, die Antidotierung, die Frage nach möglicher Unterdrückung, Begriffe wie Konstitution und Konstitutionsmittel, die Miasmen, die pathognomonischen Symptome, die Causa oder die Erstverschlimmerung. Die Präzisierung und kritische Hinterfragung dieser Begriffe und Konzepte trägt unmittelbar dazu bei, den praktisch-homöopathischen Umgang mit kranken Patienten zu klären und zu verbessern.

Diese umfassende Klärung kritischer Fragen und umstrittener Theorien in der Homöopathie kann dazu beitragen, zahlreiche, oft völlig unnötige Schwierigkeiten und Fehler in der Praxis zu vermeiden oder ganz abzustellen.

Themenüberblick

  • Homöopathie & Homöopathen: Wichtige Eigenschaften der Homöopathie
  • Was ist Homöopathie, was nicht? Grenzen der Homöopathie
  • Gesundheit, Krankheit, Heilung, Definition von Gesundheit, Gesundheitsverständnis bekannter Homöopathen, Kriterien für "Heilung"
  • Begriff der Causa
  • Miasmen: Historische Entstehung, Syphilis als Blaupause
  • Konstitution, Konstitutionsmittel, konstitutionelle Behandlung
  • Unterdrückung: verschiedene Konzepte zur Unterdrückung
  • Können potenzierte Arzneimittel unterdrückend wirken?
  • Der relative Wert von Symptomen für die Arzneiwahl: unsichere (zweitrangige) Angaben, "konstitutionelle Zeichen"
  • Was bedeutet der viel diskutierte § 153? Unterschiedliche Verständnisse von "auffallend" bei Kent, Hahnemann, Bönninghausen, Hering
  • Aspekte und Merkmale eines wertvollen Symptoms
  • Bedeutung des Gemüts: Was steckt wirklich in den Gemüts-Paragraphen (§§ 210-230 Org.)?
  • Der Wert pathognom(on)ischer Symptome
  • Einführung in Herings Guiding Symptoms
  • Wie sollte man Materia medica lernen?
  • Was bedeutet "charakteristisch"?
  • Das vollständiges Symptom
  • Von der Quelle ins Repertorium
  • Das Repertorium, Geschichte des Kentschen Repertoriums, Wertgrade
  • Unterschiede zwischen Kent und Hahnemann (genuin)
  • Erstverschlimmerung, Erstwirkung und Erstreaktion
  • Antidote, Diadote und Homöodote
  • Die "Hering'sche Regel: Was ist ihr Kern?
  • Akute und chronische Mittel, Wirkungskreis und Haltepunkt
  • Die Wirkungsdauer: Eigenschaft der Arznei, "Dynamik" der Krankheit oder Potenz?

Ausführliche Themenliste siehe unter "Details"

Mit umfangreichem visuellen Begleitmaterial (Seminarskripte)

 


Hörprobe 2: Chronische Krankheit und Causa

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Wieso Dschungel? Die Homöopathie unserer Tage gleicht bisweilen einem undurchdringlichen... mehr

Wieso Dschungel? Die Homöopathie unserer Tage gleicht bisweilen einem undurchdringlichen Dickicht zahlreicher, sich teilweise widersprechender Meinungen und Lehren. Die methodische Vielfalt verwirrt oft mehr als sie zur therapeutischen Sicherheit beiträgt, die unser praktisches Hauptanliegen sein sollte, insbesondere im Hinblick auf die verlässliche Arzneiwahl.

Um dabei nicht die Orientierung zu verlieren, ist eine zuverlässige Basis vonnöten sowie eine diskursive Reflexion der unterschiedlichen Ansätze und jüngeren Entwicklungen, die schon mit den Modifikationen durch J. T. Kent begannen. Selbstverständlich müssen dabei auch die Lehren von Samuel Hahnemann selbst einer kritischen und genauen Prüfung unterzogen werden.

Stefan Reis, Vorstandsmitglied im Verband klassischer Homöopathen Deutschlands e. V. (VKHD), gehört zu den bekanntesten Homöopathen und Lehrern. An der von ihm mitgegründeten und bis heute geleiteten Dynamis-Schule für Homöopathie in Mülheim hat er seit 1994 unzählige Kolleg*innen in klassisch-genuiner Homöopathie ausgebildet.

In seinem Dresdner Dschungel-Seminar widmet sich Reis allen relevanten Problembereichen, konzeptuellen Missverständnissen und inneren Widersprüchen der homöopathischen Theorie und Praxis. Sein Anliegen ist, mit überholten Denkgewohnheiten sowie falschen (bzw. falsch verstandenen) Lehrsätzen aufzuräumen und übliche Behandlungswege kritisch zu hinterfragen, mit dem Ziel, bessere Ergebnisse im Praxisalltag zu erzielen und somit die therapeutische Sicherheit zu erhöhen.

Dabei orientiert er sich im Kern an den ursprünglichen Lehren Hahnemanns (sowie weiterer früher Meister wie von Bönninghausen oder Jahr). Diese "genuinen" Grundlagen erfuhren durch die von Kent begründete nordamerikanische Lehre erhebliche Abweichungen und Brüche - mit manch problematischen Folgen. Diese Modifikationen werden hier ausführlich erörtert, diskutiert und an Beispielen belegt.

Zu den wichtigsten inhaltlichen Themen gehören der Stellenwert von Gemütssymptomen, die Bedeutung der Heringschen Regel, die Antidotierung, die Frage nach möglicher Unterdrückung, Begriffe wie Konstitution und Konstitutionsmittel, die Miasmen, die pathognomonischen Symptome, die Causa oder die Erstverschlimmerung. Die Präzisierung und kritische Hinterfragung dieser Begriffe und Konzepte trägt unmittelbar dazu bei, den praktisch-homöopathischen Umgang mit kranken Patienten zu klären und zu verbessern.

Zur thematischen Erörterung werden unter anderem einschlägige Paragraphen des Organon der Heilkunst und andere Quellentexte gelesen, erörtert und diskutiert. Hinzu kommen die wichtigsten Werkzeuge der praktischen Umsetzung: Repertorien und Materia Medicae. Ihre Entstehung, Aufbau und Schwächen, ihr heutiger Wert und Zustand werden unter die Lupe genommen, damit ein angemessener, fehlerärmerer Umgang mit ihnen möglich wird.

Ein weiterer zentraler Punkt ist die Bewertung unterschiedlicher Symptome im Kontext der zu behandelnden Krankheit. Wichtige Aspekte wie der Begriff des "Charakteristischen" sowie die Bedeutung pathognomonischer oder klinischer Symptome werden genauer beleuchtet. Daraus ergibt sich zudem ein optimiertes Vorgehen beim eigenen Arzneimittelstudium.

Seine theoretischen Erörterungen würzt und illustriert der Referent mit Fallbeispielen aus der eigenen Praxis und (primär klassischen) Kasuistiken. Dabei kommen auch immer wieder Hahnemann selbst, von Bönninghausen, Jahr, Hering, Burnett und andere Meister zu Wort. Die Präsentation von Stefan Reis ist nicht nur inhaltlich tief fundiert und höchst substanziell, sondern durch seinen nordrheinischen Humor, mit reichlich (selbst)kritisch-ehrlicher Ironie, auch unterhaltsam und kurzweilig!

Diese umfassende Klärung kritischer Fragen und umstrittener Theorien in der Homöopathie kann dazu beitragen, zahlreiche, oft völlig unnötige Schwierigkeiten und Fehler in der Praxis zu vermeiden oder ganz abzustellen.

Mit umfangreichem visuellen Begleitmaterial (Seminarskripte)

Als besonderer Service sind die im Seminar vorgestellten Textpassagen auch als PDF-Dateien beigefügt. Damit stehen dem Hörer sämtliche Quellentexte zur Verfügung - für ein wiederholtes und vertiefendes Eigenstudium!

Zielgruppe
Das Seminar setzt vorhandenes homöopathisches Basiswissen sowie möglichst eigene Erfahrungen in praktischer Anwendung voraus. Insofern ist es nicht als Einführungs- oder Grundkurs für Homöopathie-Anfänger gedacht, sondern als Vertiefung für Fortgeschrittene. So dient es zugleich als Einstieg in die Besonderheiten der "genuinen" Homöopathie.

Besprochene Themen

  • Homöopathie & Homöopathen: Wichtige Eigenschaften der Homöopathie
    • Was ist Homöopathie, was nicht?
    • Grenzen der Homöopathie
    • Hahnemanns nicht-homöopathische Praxis
  • Gesundheit, Krankheit, Heilung
    • Definition Gesundheit: das Gesundheitsverständnis bekannter Homöopathen
    • Samuel Hahnemanns Begriff von Gesundheit und Krankheit
    • Was sind sichere Symptome nach Hahnemann?
    • Kriterien für "Heilung"
  • Begriff der Causa
    • Sequelae-Symptome, "Folgen-von-Symptome", ätiologische Symptome
    • von Bönninghausen, Jahr und Hering zur Causa
  • Miasmen
    • Hahnemanns Theorie der chronischen Krankheiten
    • Historische Entstehung der Miasmenlehre
    • Die Syphilis als Blaupause
    • Gegenüberstellung von Psora (Hahnemann) und Psorinum - ein Missverständnis von H. C. Allen?
  • Konstitution, Konstitutionsmittel, konstitutionelle Behandlung
    • Begriff der "Konstitution" bei Hahnemann
    • Versuch einer Definition aus homöopathischer Sicht
    • Was sind Konstitutionsmittel?
  • Unterdrückung
    • Homöopathie vs. Allopathie (Heteropathie) vs. Enantiopathie (Antipathie; palliative Curart)
    • Konzepte zum Begriff der Unterdrückung in der Homöopathie
    • Erweiterung des Unterdrückungsbegriffs
    • Können potenzierte Arzneimittel unterdrückend wirken?
    • Beispielfälle aus älteren amerikanischen Literatur
    • Sulfur bei Hautausschlag und Unterdrückung
  • Der relative Wert von Symptomen
    • Was sind unsichere (zweitrangige) Angaben?
    • Was sind "konstitutionelle" Zeichen?
    • artifizielle und iatrogene Symptome
    • Widersprüchliche Symptome (Organon §67 Anm.)
    • Zeitmodalitäten und weitere Aspekte der Arzneiwahl
  • Was bedeutet der viel diskutierte §153?
    • Kents Verständnis von "auffallend"
    • Hahnemanns, v. Bönninghausens, Jahrs und Herings Verständnis von "auffallend"
    • Die Bezugnahme zur Materia medica
    • Aspekte und Merkmale eines wertvollen Symptoms
  • Bedeutung des Gemüts
    • Was besagen die Gemüts-Paragraphen (§§ 210-230 Org.)?
    • Was bedeutet Eigenheitlichkeit?
    • Die Gefahr von Arzneimitteltypen
  • Der Wert pathognom(on)ischer Symptome
    • Was ist ein "pathognomonisches Symptom"?
    • Vergleich zwischen Dunham, Kent, Roberts, Braun, Voegeli, Vithoulkas, Saine...
    • Warum ist Arnica ein "Verletzungsmittel"?
  • Einführung in Herings Guiding Symptoms
  • Wie sollte man Materia medica lernen?
    • Primäre und sekundäre Materia medica
    • Was bedeutet "charakteristisch"?
    • Das vollständiges Symptom
    • Zeichen (Symptomen-Elemente) und Zeichenkombinationen
    • Erweiterung des Begriffs Charakteristik (Goldkörner, klinische Verifikation)
    • das "auffallende Einzelsymptom"
  • Von der Quelle ins Repertorium
    • Mehrere Kasuistiken als Beispiele
    • Von Bönninghausens Heilung einer Rinderkrankheit
  • Das Repertorium
    • Geschichte des Kentschen Repertoriums
    • Kent zu den Wertgraden in seinem Repertorium
  • Die Unterschiede zwischen Kent und Hahnemann (genuin)
    • Kranker Mensch vs. Krankheit
    • Gemüt/Persönlichkeit vs. veränderter Gemütszustand/Gemütssymptome
    • Hierarchie von Symptomen vs. Hauptsymptom(e)/Nebensymptom(e)
    • Dreiteilung des Menschen (Körper-Seele-Geist) - "Individualisierung"
    • Der Wert pathognomonischer Symptome
    • Die Bedeutung der Causa
    • Was heißt "auffallend" im Sinne von §153?
    • Heilungsrichtung (umgekehrte Reihenfolge vs. Hierarchie)
  • Die homöopathische Verschlimmerung
    • (Miss)verständnisse zur Erstverschlimmerung, Erstwirkung und Erstreaktion
  • Antidote, Diadote und Homöodote
  • Die "Hering'sche Regel
    • Bedeutung und Aspekte der Hering'schen Regel
    • Kernpunkt "umgekehrte Reihenfolge"
  • Gibt es akute und chronische Mittel?
    • Wirkungskreis und Haltepunkt
    • Burnetts Fall von Belladonna bei Tuberkulose
  • Die Wirkungsdauer
    • Eigenschaft der Arznei, "Dynamik" der Krankheit, Reaktionsfähigkeit des Organismus oder Eigenschaft der Potenz?

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Angaben in eckigen Klammern = Skriptdatei/Seitenzahl
Beispiel: [F06/16] = Skriptdatei 06, Seite/Folie 16


Datei 1 (76:50)
1. Begrüßung (00:00)
2. Einleitung von Stefan Reis / Aktuelle Lage der Homöopathie / Gründe für die schwierige Lage (01:32)
3. Kongressankündigung / Suche nach Pulsatilla nigricans (09:26)
4. Homöopathie-Kritiker (15:05)
5. Eigener Weg von Stefan Reis / Widersprüche in der Homöopathie / Vögeli / Eichelberger (21:15)
6. Der Bruch in der Homöopathie: Kent und Swedenborg / Orientierungslosigkeit / Die Fähigkeit zur Selbstkritik / Alltagskrankheiten heilen (40:08)
7. Seminarüberblick [F01] / Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie / Schulen und Richtungen (57:20)

Datei 2 (61:58)
1. Was ist Homöopathie, was nicht? [F02] / Definition / Samuel Hahnemann 1796 (Hufelands Journal) / Problematik von Persönlichkeitsmerkmalen (00:00)
2. Grenzen der Homöopathie [F02/4] / Grenzen seitens der Krankheit, des Patienten und des Homöopathen (11:33)
3. Hahnemanns Praxis - über Homöopathie hinaus [F02/6] (26:28)
4. Gesundheit, Krankheit und Heilung [F03/1] / WHO-Definition von Gesundheit (34:48)
5. Organon §6 Anmerkung / Krankheit bei Hahnemann [F03/4] / Sichere Symptome [F03/5] / Veränderungen und Abweichungen (51:38)

Datei 3 (71:17)
1. Homöopathische Pathologie ist Phänomenologie / Thema Impfung [F03/6] / Paul Dahlke / Therapieindikation: Mangel an Selbstregulation (00:00)
2. Diagnose "Heilung"? [F03/8] / Kriterien für Heilung (21:49)
3. Die Bedeutung der Causa [F04/1] / Apropos "Kummer" [F04/1] / Sequelae-Symptome / Folgen-von-Symptome / Ätiologische Symptome (37:23)
4. Passagier oder Kapitän? / Selbstheilungskräfte und Homöopathikum als Reiz / Beispiel Multiple Sklerose (64:32)

Datei 4 (69:44)
1. Miasmen: Hahnemanns Theorie der chronischen Krankheiten [F04A/1] (00:00)
2. Hahnemanns Interpretation des syphilitischen Schanker [F04A/5] (10:19)
3. Hahnemanns miasmatische Grundidee / Organon IV §75 (6. Aufl. §82) / Konzept unähnlicher Krankheiten (21:10)
4. Konsequenzen: Abnehmende Rolle der Causa [F04A/16] / Eugenische Kur [F04A/19] (30:22)
5. Teilnehmerkommentare und Diskussion über die Miasmen (38:30)
6. Psora und Psorinum [Nachträgl. Einschub] (51:58)
7. Wirkungskreis und Haltepunkt [F17] (55:27)

Datei 5 (69:48)
1. Konstitutionsmittel? [F05] / Erläuterung und Ergänzung in §208 (00:00)
2. Konstitution - Versuch einer Definition aus homöopathischer Sicht [F05/4] (10:29)
3. Unterdrückung [F06] / Allopathie / Enantopathie (Antipathie, Palliation) (12.32)
4. Unterdrückungsfaktoren [F06/8] / Externa / Thermische und emotionale Einflüsse / Medikamente und Antibiotika (16:47)
5. Unterdrückung, Heilung und Metaschematismus [F06/11] (27:55)
6. Können auch Homöopathika unterdrücken? [F06/12] (45:54)

Datei 6 (44:41)
1. Chronologische Enantopathie [F06/16] (00:00)
2. Zwei Fälle aus der älteren amerikanischen Literatur zum Thema "Unterdrückung" (10:09)
3. Diskussion zu den Fällen: Können potenzierte Arzneien unterdrücken? (21:09)
4. Diskussion zu Sulfur bei Hautausschlag und Unterdrückung (30:16)
5. Weitere Fragen und Diskussion: Werkzeuge zur Haut (TTB, Jahrs Hautrepertorium, Bateman) (34:24)
6. Quellen für digitalisierte alte Werke (38:49)

Datei 7 (66:33)
1. Einleitung zum zweiten Tag (00:00)
2. Rekapitulation vom Vortag mit Ergänzungen (06:04)
3. Unsichere und zweitrangige Angaben [F07/2] / Experiment zur Schmerzempfindung (17:50)
4. Der berühmte §153: Was bedeutet "auffallender"? [F07/2] (25:29)
5. §133: Wie man das Charakteristische herausfindet [F07/4] / Goldkörner / Hering (36:37)
6. Kent's Verständnis von "auffallend" [F07/5] / Unterschied zu Hahnemann (44:47)
7. Bönninghausen 1859 / Das Konzept der Haupt- und Nebensymptome [F07/6] / Hauptsymptom mit Leidensdruck / Nebensymptome (53:29)

Datei 8 (75:27)
1. Widersprüchliche Symptome (Organon §67 Anm.) / Zusammenfassung zum Wert von Krankheitssymptomen [F07/8] (00:00)
2. Anmerkung zu den Zeitmodalitäten (15:30)
3. Gemüt [F08/1] / Kent und Swedenborg / Hahnemann und das Gemüt (§211) (20:48)
4. §212: Veränderter Gemütszustand / Zeichen von bestimmter Eigenheit (30:03)
5. Gemütserkrankungen vs. Gemütszustand: Die Eigenheitlichkeit (§211) / Hinweis von Benno Wipp (36:22)
6. Körperliche Symptome beim Nachlassen psychischer Symptome / Beispiel eines Falls von Existenzängsten nach früherer Psychose / Gefahr von Arzneimitteltypen (45:19)
7. Eine Befürchtung Bönninghausens [F08/8] / Nachwirkungen unter Gemütssymptomen (51:53)
8. Otto Eichelbergers Anmerkungen zum Gemüt [F08/10] / Hahnemann und Klockenbring (62:06)

Datei 9 (69:02)
1. Pathognomonische (diagnostische) Symptome [F09/1] bei verschiedenen Lehrern (00:00)
2. Warum ist Arnica ein "Verletzungsmittel"? |F09/7] / AMP: Imitation von Schmerz (08:19)
3. Materia medica / Vorläufer Hahnemanns: Stoerck, von Haller / Erstwirkung, Nachwirkung und Wechselwirkung [F10/3] (16:39)
4. Constantin Hering [F10/6] / Ohne Nachwirkungen: Arzneimittelprüfungen potenzierter Arzneien (27:08)
5. Hahnemanns Materia medica / Quellen [F10/7] / Inkurative Nebensymptome / "Reine" Arzneimittellehre? [F10/9] (31:35)
6. Klinisches Symptom / Hahnemann über "Nutzangaben" [F10/9] (38:19)
7. G. H. G. Jahr über klinische Symptome (Heilsymptome) / Hering zu klinischen Symptomen [F10/12] (43:23)
8. Herings Kritik an der Vermischung klinischer und Prüfsymptome / Kritik an Hahnemanns MM / Beispiel Dulcamara [F10/14] (49:53)
9. Herings Guiding symptoms (GS) [F10A] (60:22)

Datei 10 (76:24)
1. Von der Quelle ins Repertorium - Beispiel einer Kasuistik [F12A] (00:00)
2. Weiteres Kasuistikbeispiel (10:51)
3. Heilung einer Rinderkrankheit (von Bönninghausen) (25:09)
4. Das Studium der Materia medica [F11/1] / Müssen wir Arzneimittel (kennen)lernen? / Empfehlungen zum Arzneistudium (37:47)
5. Charakteristik / Vollständiges Symptom / Zeichen und Zeichenkombinationen [F11/6] (50:19)
6. Das Charakteristische der Arznei / Studium der primären Materia medica: Charakteristika erkennen [F11/9] / Früh- und Spätsymptome [F11/17] (54:49)
7. Hahnemann vs. Kent - Zusammenfassung [F13A] (66:24)

Datei 11 (79:55)
1. Bedeutung der "Heringschen Regel" / Erstverschlimmerung [FD16] (00:00)
2. Kernregel: Umgekehrte Reihenfolge / Bedeutung des Seitenwechsels [F16/5] / Verwirrungen zwischen Prüfungs- und klinischen Symptomen [F16/5] (05:35)
3. Teilnehmerfragen und Kommentare: Erstverschlimmerung und Potenzschritte (bei Q-Potenzen) / Schütteleffekte beim Arzneiversand / Abschluss (14:40)
4. Nachtrag 1: Repertorium [F13] (24:39)
5. Nachtrag 2: Erstverschlimmerung [F14] (41:19)
6. Nachtrag 3: Antidote [F15] (57:36)
7. Nachtrag 4: Wirkungsdauer [F18] (68:41)

Datei 12
Extra-CDR Begleitmaterial
Reis, Stefan mehr

 

Stefan Reis

  • Jahrgang 1961
  • Seit 1987 homöopathische Praxis, seit 1994 in Mülheim an der Ruhr.
  • Durch Kontakte mit Adolf Voegeli, Otto Eichelberger, Klunker, von Keller und Gypser z.a. Studium der Fachliteratur der homöopathischen Frühzeit (Hahnemann, Bönninghausen, Hering) und seitdem konsequente Umsetzung dieser "genuinen" Homöopathie in Praxis und Lehre.
  • 1994 Gründung und Leitung der Dynamis-Schule für Homöopathie in Mülheim, Dozent der Dynamis-Schule Zürich von 1994-99.
  • Seit 1995 umfangreiche Seminartätigkeit in Deutschland und im benachbarten Ausland.
  • Von 1992-97 Mitherausgeber und -schriftleiter der Zeitschrift Archiv für Homöopathik, seit 2006 Neues Archiv für Homöopathik. Autor von "Homöopathische Behandlung von Verletzungen".
  • Übersetzer und Herausgeber von Guernseys "Keynotes zur Materia medica" und Dunhams "Vorlesungen zur homöopathischen Materia medica".
  • Mitherausgeber des "Kleinen Kwibus" 2007 und 2009.
Weitere Informationen:

Webseite von Stefan Reis

12 CDs/Teile in dekorativer Buchformat-Box oder als MP3-Download Schmuck-/Coverbild
Dschungel © icon0.com (https://www.pexels.com/de-de/foto/natur-wald-baume-landschaft-904807, Lizenz: CC0 Public Domain) Wir danken dem/der FotografIn herzlich für die Erlaubnis zur Nutzung dieses Bildes!
We thank the photographer very much for the permission to use this picture!

 

Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de

Produktabbildung
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Produktform
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Dieser Titel (Inhalt des Produkts) enthält fachkundliche Informationen für/über Heilberufe und heilkundliche Anwendungen, jedoch keine Werbung für bestimmte Heilmittel/-behandlungen. Er gibt ausschließlich die persönliche Meinung und subjektive Erfahrung des/der jeweiligen Autor*in*nen wieder. Keinesfalls können bestimmte Inhalte, insbesondere im Medium wiedergegebene Hinweise zu medizinischen Anwendungen (z. B. zur Einnahme bestimmer Arzneien) als konkreter Ratgeber oder gar Anleitung zur (Selbst-)Behandlung verstanden werden, insbesondere nicht von medizinischen Laien. Im Falle eines Behandlungsbedarfs halten Sie bitte Rücksprache mit professionellen Therapeut*innen, inbesondere Ihrem Hausarzt/Ärztin, um mögliche gesundheitliche Folgen und Schäden einer unprofessionellen Eigenanwendung zu vermeiden.

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Wenn Sie persönlich an diesem Seminar teilgenommen haben, können Sie die Aufzeichnung zum stark reduzierten Preis (nur) für Teilnehmer (= 30% Rabatt auf den regulären Preis) erhalten:
Download-Version: 65.80 statt regulär 94.00 €
CD-Version: 76.30 statt regulär 94.00 €

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Bitte nehmen Sie den Rabatt nur dann in Anspruch, wenn Sie tatsächlich beim Seminar angemeldet waren. Ansonsten sind wir berechtigt, die Preisdifferenz zzgl. 10 € Aufwandsentschädigung nachzufordern.

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Für die Download-Version: TN-DD-211
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Kundenbewertungen für "Wege durch den homöopathischen Dschungel. Genuine Homöopathie. Sichere Orientierung in Theorie und Praxis."
16.11.2022

Eine sichere Grundlage für homöopathisches Arbeiten, zugleich eine Vereinfachung und Erleichterung des Vorgehens

Inhalt, Sinn und Zweck dieses Seminars ist es, die Grundlagen der Homöopathie, so wie sie ursprünglich von Hahnemann formuliert worden waren, aus dem Wildwuchs der letzten Jahrzehnte wieder frei zu legen. Bei der Lichtung der Pfade durch diesen Dschungel gibt es manch Erstaunliches, ja sogar Widersprüchliches zum heutigen Verständnis der Homöopathie zu entdecken! Stefan Reis, als erfahrener Referent und Schulleiter, macht dies in gewohnt souveräner Weise, klar, klärend, aber immer bemüht, nicht vor den Kopf zu stoßen. Was nicht heißt, dass man sich als Teilnehmer und Teilnehmerin manchmal dabei erwischt, doch ordentlich schlucken zu müssen, so anders ist das Verständnis von Homöopathie im Hahnemannschen Sinne im Gegensatz zur heute üblichen Ansicht.

Das Thema ist in Anbetracht des Treibens der Skeptizisten so notwendig und aktuell wie noch nie. Darum kann ich allen Kolleginnen und Kollegen nur empfehlen, sich mit den im Dschungel verschwundenen Grundlagen unserer Heilkunst auseinanderzusetzen. Zum einen, um berechtigte und falsche Kritik der Skeptizisten unterscheiden zu lernen und zum anderen, um die eigene Arbeitsweise kritisch zu reflektieren. Es lohnt sich, das darf ich aus eigener Erfahrung sagen! Als ich dieses Seminar vor vielen Jahren besucht habe, hat es eine entscheidende Wendung meines Arbeitens eingeleitet, die ich bis heute wahrlich nicht bereut habe.

Um was geht es nun und was ist das Ziel des Referenten? Nicht im Wortlaut, aber sinngemäß formuliert das Stefan Reis so: Es geht nicht darum, schwerste Fälle spektakulär heilen zu können, sondern es geht darum, die große Zahl der alltäglichen und häufigen Erkrankungen souverän lindern oder heilen zu können. Das Ziel muss es sein, die heilbaren Krankheiten zu einem nennenswerten Prozentsatz positiv beeinflussen zu können. Damit muss Homöopathie lehrbar sein und: „Homöopathie ist keine Geheimwissenschaft, sondern eigentlich leicht, wenn wir uns an die Befolgung der Grundlagen halten.“

Im ersten Teil des Seminars geht es um die Klärung dieser Grundlagen. Einzelne Stichworte, wie Causa, Miasmen, Konstitution, Unterdrückung, Gemütssymptome und die pathognom(on)ischen Symptome werden zunächst anhand der Primärliteratur definiert und dann in Bezug auf das heutige Verständnis kritisch durchleuchtet. Dabei greift Stefan Reis nicht nur auf Hahnemann zurück, denn als großer Kenner der Quellen unserer Heilkunst, lässt er auch von Bönninghausen, G.H.G. Jahr und besonders Hering zu Wort kommen. Im Vergleich dazu wird das Verständnis dieser Stichworte aus Kentscher Sicht beleuchtet, zusammen mit Eichelberger, von Keller, Künzli, Pierre Schmidt und anderen Vertretern der Klassischen Homöopathie. Interessant dabei ist die Entdeckung, dass es mit Kent, nicht als Verursacher, aber als prominentester Vertreter dieser homöopathischen Richtung, zu einem ganz anderen Verständnis von Homöopathie kam. Stefan Reis lässt dies wertfrei stehen, es geht ihm nicht um richtig oder falsch, sondern darum aufzuzeigen, wie es ist mit den Unterschieden. So bleibt es jeder und jedem Einzelnen von uns überlassen, diese Erkenntnis für sich selbst zu bewerten und dies kann so oder so ausgehen.

Im zweiten Teil folgt die kritische Betrachtung unserer Werkzeuge, sowohl der Materia medica, unterteilt in primäre und sekundäre, als auch der Repertorien. Von einzelnen Symptomen wird der Weg verfolgt, wie diese aus einer veröffentlichten Kasuistik ihren Weg in die Materia medica und das Repertorium gefunden haben. Auch hier fördert Stefan Reis unglaubliche Details ans Tageslicht, was dazu führt, dass selbst Hahnemann nicht immer gut wegkommt! Und genau dies spricht für die Seriosität und Unvoreingenommenheit, mit der Stefan Reis dieses Material gesichtet und für uns aufbereitet hat. Da die Altvorderen, die Homöopathen der ersten Stunde eben nicht glorifiziert werden, erhöht sich das Vertrauen in die Sachlage all der von ihm aufgeführten und zitierten Quellen. Wir kennen es ja alle, dass sich mit geschickter Auswahl von Zitaten, so ziemlich alles belegen lässt, was man gerne als Ergebnis hätte. Nicht so bei Stefan Reis, die Sachlichkeit hat immer den Vorzug. Und dies ist, nebenbei bemerkt, nicht nur bei diesem Seminar von ihm der Fall.

Ein ebenfalls wichtiger Punkt zum Thema unserer Werkzeuge, ist die Definition und Betrachtung klinischer Symptome, bis heute ja ein sehr strittiger Punkt in der Homöopathenschaft, was es, übrigens, auch schon bei den Alten war. Weitere Themen, die klärend angesprochen werden, sind das Studium der Materia medica, die Heringsche Regel und das Thema der Erstverschlimmerung.

Wer alle diese Informationen so verdaut hat, dass sie zu einer eigenen Erkenntnis werden, kann am Ende des Tages dem Referenten recht geben: So ist Homöopathie tatsächlich leicht! Was aber nicht heißen soll, dass der Arbeitstag auch leicht wird, denn dieser ist ja oft nicht einfach, umfasst er doch neben all dem Homöopathischen auch die Kunst der Patientenführung. Ganz nebenbei lässt uns Stefan Reis an seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz zum Alltag in der Praxis teilhaben, indem er immer wieder wichtige und interessante Dinge dazu mitteilt. Es ist durchaus wert, sich diese separat zu notieren, da sie keinem Kapitel (CD) zugeordnet sind, damit im Material des gesamten Seminars untergehen und nur schwierig wiederzufinden wären!

Summa summarum
Ich kann nur sagen: Wer eine sichere Grundlage für sein homöopathisches Arbeiten sucht und sich dabei eine Vereinfachung und Erleichterung des Vorgehens wünscht, wird dies alles in der Aufzeichnung des Seminars „Wege durch den homöopathischen Dschungel“ finden! Der Dschungel bleibt ja bestehen, doch es ist ein wesentlicher Unterschied, ob ich herumirre oder zumindest eine gute Richtung weiß. Und im Sinne dieses Findens einer guten Richtung ist Stefan Reis genau der richtige und verlässliche Scout!

02.04.2022

„Sicherheit statt Beliebigkeit“. Absolut hörenswert.

Ein kompletter Rundumblick auf die Grundlagen der Homöopathie. Eine kritische Reflektion der Gedankenwelt der theoretischen Vorstellung zur Frage „Was ist Homöopathie im eigentlichen Sinn und was ist sie nicht?“.

Selbst dem erfahrenen und belesenen Praktiker kann hier so das ein oder andere Aha-Erlebnis beschert werden. Daraus resultierend kann dies positive „Konsequenzen“ für das eigene praktische Arbeiten und die erfolgreiche Heilung von Erkrankungen unserer Patienten haben.

Stefan Reis ist bekannt für seinen klaren Unterrichtsstil, sein enormes Fachwissen und seine methodisch-logische Arbeitsweise nach „deutlich einsehbaren Gründen“.

Ich bin dankbar seit 20 Jahren immer wieder Fortbildungen bei Stefan besuchen und von seinem unerschöpflichen Wissen und seinen praktischen Erfahrungen zu profitieren zu können.
Er lässt uns in seinem Dschungel-Seminar, sowohl als Anfänger als auch fortgeschrittene Praktiker, teilhaben an einer Fülle von quellenkritisch belegten Fakten zum ursprünglichen Homöopathiekonzeptes Hahnemanns und seiner direkten Nachfolger.

Gerade diese Begründung über die ursprünglichen Quellen, die Reflektion der Homöopathie in ihren Grundgedanken und in der Praxis verifizierbaren praktischen Umsetzung, vermisse ich sonst bei einigen der zur Zeit „aktuellen“ homöopathischen Strömungen, Weiterentwicklungen und insbesondere deutlichen Veränderungen der ursprünglichen Homöopathie.
Satt auf „sich selber zu stehen, wenn man eine eigene Meinung hat“, wie es einst Paracelsus in seinem Leitsatz „Alterius non sit, quis suus esse potest“ forderte, wird also häufig Hahnemann als Referenz und Rechtfertigung für die teilweise tollkühnsten Behauptungen herangezogen.
Angefangen von der Idee der Behandlung „des ganzen Menschen“ statt seiner Erkrankungen, über die Begründung der C4-Potenzierungen, die Einordnung von Arzneimitteln in Systeme und Reiche statt Bewertung ihrer Arzneiwirkungen in der Prüfung am Gesunden. Bis hin zu jenen abenteuerlich und fantasievoll herbei gedachten "miasmatischen Weltbildern und Weltdeutungen", die Hahnemanns klares und praxistaugliches Konzept der chronischen Infektionskrankheiten durch pseudo- esoterische Spekulationen ersetzen.

Ohne neuen Entwicklungen ihren Wert absprechen zu wollen, so wünschte ich mir doch, dass nicht alles auf biegen und brechen mit Hahnemanns Arbeiten begründet würde und der der Mut vorhanden wäre, eigene Gedanken auch als solche zu benennen. Und nochmehr auch den Mut aufzubringen klar und deutlich aufzuzeigen, wenn man das Konzept der Homöopathie verlässt. Allzu oft werden leider neue experimentelle Wege sattdessen lieber als „die perfekte Form“ der Homöopathie deklariert.

Im Lehren der Homöopathie, sei es in Grundausbildungen als auch in Fortbildungen und Seminaren, halte ich es persönlich unverzichtbar für eine seriöse Vermittlung der Homöopathie klar zu trennen zwischen dem Konzept der Homöopathie, neuen und eigenen Erkenntnissen und Strömungen der Homöopathie, die abweichen von der Basis Hahnemanns. Nur so kann aus meiner Sicht der angehende und fortgeschrittene Homöpath alles kritisch prüfen und einordnen, was bei einer beliebigen Amalgamisierung ursprünglicher und experimenteller Gedanken kaum möglich ist.

Die Fachfortbildung „Wege durch den homöopathischen Dschungel. Genuine Homöopathie. Sichere Orientierung in Theorie und Praxis." bietet eine ausgezeichnete Grundlage das eigene Wissen und die eigene Arbeit auf diese Vermischungen, unklaren Konzepte und eventuelle Fehlinterpretationen zu überprüfen und die Qualität der eigenen Arbeit zu verbessern.

Meine Top-Empfehlung zur Homöopathie in ihrem ursprünglichen Verständnis.

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