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Ulrike Müller - Sara Riedel
Salze. Über den Mut, den schmerzlichen Seiten des Lebens Aufmerksamkeit zu schenken.
"Ihr seid das Salz der Erde." (Matthäus 5,13)
Salze sind molekulare Verbindungen aus positiv und negativ geladenen Ionen, die sich anziehen. Zwei (oder mehr) mineralische Elemente, im Periodensystem einander polar gegenüber, finden und binden sich, um fortan eng zusammenzuhalten. Als eigenständige Stoffe, die oft schon in Ursubstanz biologisch wirksam sind, bilden Salze den klassischen Grundstock mineralischer homöopathischer Arzneien. An diesem homöopathischen Sonntag geben Sara Riedel und Ulrike Müller einen prozessorientierten Einblick in die wichtigsten Natrium-, Kalium- und Magnesium-Salze und in die Salzthematik im Allgemeinen.
Wie in der Chemie benötigen auch homöopathische Salz-Patienten ein komplementäres Gegenüber, mit dem sie sich verbinden können, damit "endlich alles gut" wird. Für Kationen stellt sich zunächst die Frage: Will mich überhaupt jemand? Oder kann ich auch eigenständig und ohne Partner bestehen? Anionen hingegen wollen sich die fehlenden Teile (Elektronen) hungrig einverleiben. Doch wenn ein Verbindungsangebot kommt, zweifeln sie, ob der Partner wohl dauerhaft erhalten bleiben wird. So versuchen beide, alles zu tun, um ihre fragile Beziehung zu retten. "Was muss ich von mir aufgeben, um den Partner zu halten?" Die Angst vor dem Selbstverlust ist stets präsent.
Was kann ich geben/nehmen, ohne vom Anderen völlig abhängig zu werden?
Diese Grundfrage durchzieht alle Salze, wie der einfühlsame Blick auf ihre homöopathischen Vertreter herauskristallisiert.
Themen
- Chemische Grundlagen rund um Salze und Mineralien
- Grundthema: Beziehung und Gefühlsausdruck
- Natrium-Salze
- Kalium-Salze
- Magnesium-Salze
- Eigene und Fallbeispiele
 
Hörprobe 2: Ulrike Müller über Kalium
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- Artikel-Nr.: SO-280
- Abspieldauer (ca.): 3 Std. 03 Min.
- Edition: SO (Homöopathischer Sonntag Berlin)
- Schlüsselworte: Kalium ars. Kalium bichromicum Kalium brom. Kalium carb. Kalium phos. Kalium-Salze Magnesium Magnesium carb. Magnesium-Salze Mineralien Natrium carb. Natrium mur. Natrium phos. Natrium sulf. Natrium-Salze Salze
"Ihr seid das Salz der Erde." (Matthäus 5,13)
Salze sind molekulare Verbindungen aus positiv und negativ geladenen Ionen, die sich anziehen. Zwei (oder mehr) mineralische Elemente, im Periodensystem einander polar gegenüber, finden und binden sich, um fortan eng zusammenzuhalten. Als eigenständige Stoffe, die oft schon in Ursubstanz biologisch wirksam sind, bilden Salze den klassischen Grundstock mineralischer homöopathischer Arzneien. An diesem homöopathischen Sonntag geben Sara Riedel und Ulrike Müller einen prozessorientierten Einblick in die wichtigsten Natrium-, Kalium- und Magnesium-Salze und in die Salzthematik im Allgemeinen.
Schon die Art und Weise, warum und wie sich Salze chemisch verbinden, entspricht ihrem homöopathischen Wesen, ihrer Grundthematik, Problemen und Krankheiten: Um den positiv geladenen Kern von Atomen kreisen schalenförmig negative Elektronen. Die äußerste Schale Salz bildender Elemente ist jedoch unvollständig belegt: Katione (Natrium, Kalium, Magnesium) haben dort sozusagen ein oder zwei Elektronen "zuviel", während den Anionen (Chlor, Brom, Fluor) Elektronen "fehlen". Indem beide sich vereinigen, teilt das Kation seine "überflüssigen" Elektronen mit dem Anion. Dadurch wird der Zustand beider vollständiger und stabiler.
Wie in der Chemie benötigen auch homöopathische Salz-Patienten ein komplementäres Gegenüber, mit dem sie sich verbinden können, damit "endlich alles gut" wird. Für Kationen stellt sich zunächst die Frage: Will mich überhaupt jemand? Oder kann ich auch eigenständig und ohne Partner bestehen? Anionen hingegen wollen sich die fehlenden Teile (Elektronen) hungrig einverleiben. Doch wenn ein Verbindungsangebot kommt, zweifeln sie, ob der Partner wohl dauerhaft erhalten bleiben wird. So versuchen beide, alles zu tun, um ihre fragile Beziehung zu retten. "Was muss ich von mir aufgeben, um den Partner zu halten?" Die Angst vor dem Selbstverlust ist stets präsent.
Als prototypisch bekanntestes Beispiel stellt Sara Riedel zunächst Kochsalz vor (Natrium muriaticum). Meist hat Nat-mur. viel Leidvolles erlebt und ist darüber verhärtet und verkümmert. Es verharrt in einer vorwurfsvollen Opferhaltung: "Ich würde ja gerne, aber man will mich nicht". Zur möglichen Lösung gehören Versöhnung und Frieden mit sich und dem alten Leid. Natrium carbonicum (Waschsoda) ist weniger vorwurfsvoll, eher sorgenvoll. Es versucht seine Probleme eigenständig zu lösen, bleibt jedoch im Pessimismus. Schon am Morgen denkt es: "Wie soll ich diesen Tag bloß schaffen?" Natrium sulfuricum folgt einer bestimmten Sehnsucht im Leben, die es nicht verwirklichen kann. Wenn es lernt, den scheinbaren Mangel zu akzeptieren, kann es in anderen Bereichen groß werden.
Ulrike Müller stellt im weiteren Verlauf die größte homöopathische Salzgruppe und ihre wichtigen Vertreter vor - die Kaliumsalze. Allgemein wirkt Kalium wie ein gestauter Hydrant, der jederzeit platzen kann. Er hat viele Gefühle, weiß aber nicht, wie er mit ihnen umgehen und sie ausdrücken soll. Kalium-Patienten sind enorm bindungsfreudig, verhalten sich im emotionalen Bereich jedoch nicht besonders geschickt. Damit sind Beziehungsprobleme geradezu vorprogrammiert. Kalium ist hervorragend in der Lage, sich an eine Umgebung anzupassen. Dort wird er nahezu unsichtbar und kann perfekt dienen. Ulrike Müller differenziert verschiedene Kalium-Salze und erläutert ihre thematischen Schwerpunkte, Merkmale und Beschwerden: Kalium carbonicum, bichromicum, phosphoricum, arsenicosum und bromatum.
Sara Riedel berichtet noch kurz über das dritte große Salzelement: Magnesium, das oft als homöopathisches "Waisenkind" bezeichnet wird. Magnesium carbonicum, sein bekanntestes Salz, gehört zu jenen Arzneien, die nur schwer zu erkennen sind, da sie sich auf persönlicher Ebene kaum offen äußern. Scheinbar ruhig gehen sie durchs Leben, machen sich jedoch viel Stress: Selbst wenn sie eigentlich lieber Nein sagen würden, übernehmen sie alles, was man ihnen anträgt. Das Mittel kann ihnen dabei helfen, die eigenen Bedürfnisse klarer zu erkennen.
Was kann ich geben/nehmen, ohne vom Anderen völlig abhängig zu werden?
Diese Grundfrage durchzieht alle Salze, wie der einfühlsame Blick auf ihre homöopathischen Vertreter herauskristallisiert.
Besprochene Arzneimittel
Natrium muriaticum, Natrium phosphoricum, Natrium carbonicum, Natrium sulfuricum, Kalium carbonicum, Kalium bichromicum, Kalium phosphoricum, Kalium arsenicosum, Kalium bromatum, Magnesium-Salze
Sara Riedel
1. Einführung in die Salze: Thematik / Beziehungen / Chemie Teil I (00:00)
2. Natrium chloratum (muriaticum) / Chemie Teil II: Anionen und Kationen / Übertragung aufs Leben (06:23)
3. Natrium im Körper / Thema von Natrium / Thema von Chlor (17:27)
4. Natrium chloratum: Blickweise, Verletzung, Verhalten (24:57)
5. Körperliche Ebene / Lösung und Abschluss (36:18)
6. Natrium muriaticum: Ergänzungen (42:48)
7. Natrium phosphoricum: Unterbrochene Kommunikation / Überblick über die Arznei (44:59)
8. Natrium carbonicum: schüchterne Feinfühligkeit / Wesen, Ängste, Verhalten (52:12)
9. Körperliche Symptome, Ätiologie, Märchen (60:03)
Datei 2 (63:45)
Sara Riedel
1. Natrium sulfuricum: Fallbeispiel, Symptome, Wesen, Lösung (00:00)
Ulrike Müller
2. Kalium: Einleitung, Thema Grenzen / Körper / Wesen und Verhalten (11:54)
3. Kalium Symptome: Schmerzen, Arbeit und Familie, Wahnideen, Träume, Ängste, Modalitäten (21:10)
4. Kalium carbonicum: Wesen / Kali-c. in der Praxis / Die Trias Schwäche, Schweiß und Rückenschmerzen (32:07)
5. Beschwerden: Herz- und Magensymptome / Ätiologie (42:15)
6. Kalium bichromicum: Sinusitis an einem Punkt / Wesen: Ordnung, alles nach Plan (47:41)
7. Körpersymptome: Schniefen, Ausflüsse, Atemwege / Patientengeschichte / Lösung (55:52)
Datei 3 (53:59)
Ulrike Müller
1. Kalium phosphoricum: Nervenmittel für Studenten (00:00)
2. Privatleben außerhalb der Familie / Zwei Seelen in der Brust (06:44)
3. Kalium arsenicosum: Ängste im Vordergrund / Meckern, "Alle sind gegen mich" (12:02)
4. Kalium bromatum: Opfer göttlicher Rache / Großes Leid, Prinzipien (19:36)
5. Weitere Symptome: Ätiologie, geistige Erschöpfung / Sprache / Geist und Gemüt (26:37)
Sara Riedel
6. Magnesium: Einleitung "Na gut..." / Signatur / Magnesium in der Praxis, Schattendasein (32:34)
7. Magnesium carbonicum: das Waisenkind, Burnout, Natur bessert (39:32)
8. Warum Magnesium so schwer zu erkennen ist (44:45)
9. Magnesium carb. und mur. im Vergleich / Superkraft und Lösung (47:39)

Ulrike Müller & Sara Riedel
(Foto: Laurens Dillmann)
Ulrike Müller
Ulrike Müller ist seit vielen Jahren an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin als Dozentin für Homöopathie, Supervisorin und (seit 2009) Leiterin des Ambulatoriums tätig. Darüber hinaus unterrichtet sie regelmäßig in den Homöopathie-Kursen des Jonathan-Heilkundezentrums in Leipzig.
Vor ihrer Homöopathieausbildung an der Samuel-Hahnemann-Schule Berlin studierte sie Pädagogik und Soziologie. Seit über 15 Jahren behandelt sie Menschen in ihrer homöopathischen Praxis in Berlin. Neben der Homöopathie arbeitet sie dort mit Pressel-Massage, Gestalttherapie und Leibarbeit. Sie ist Mutter einer Tochter.
Weitere Informationen: Webseite von Ulrike Müller
Sara Riedel
Sara Riedel (HP) arbeitet seit 2001 als Homöopathin und Aufstellerin. Außerdem ist sie Dozentin an der Samuel-Hahnemann-Schule und leitet dort den Homöopathie-für-Laien-Kurs und die Abendausbildung für Prozessorientierte Homöopathie.
Weitere Informationen: Webseite von Sara Riedel
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Schmuck-/CoverbildHalit-Kristalle © Walter J. Pilsak (via Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 3.0) Wir danken dem/der FotografIn herzlich für die Erlaubnis zur Nutzung dieses Bildes!
We thank the photographer very much for the permission to use this picture!
Hersteller
Verlag Homöopathie + Symbol, Martin Bomhardt, Liebigstr. 36, 10247 Berlin, E-Mail: info@homsym.de
Produktabbildung
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Produktform
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Zur Veranstaltung "Der Homöopathische Sonntag"
Die "Homöopathischen Sonntage" sind eine seit 1994 regelmäßig monatlich an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin stattfindende Veranstaltung, in denen ein halber Tag (fünf Stunden) einem einzigen Arzneimittel, einem theoretischen oder praktischen Thema umfassend gewidmet ist. Sie gehören zu den kontinuierlichsten und zugleich fortschrittlichsten homöopathischen Vorlesungen, da das jeweilige Thema aus der aktuellen Sicht und Erkenntnis der homöopathischen Empirie und Forschung vermittelt wird.

