Gerhard Bleul (†)
Klimakterische Beschwerden. Die homöopathische Behandlung anhand von Kasuistiken und Arzneien.
"Klimakterium ist keine Krankheit."
Jede Frau durchläuft früher oder später das Klimakterium - eine natürliche, individuell unterschiedlich lange Phase körperlich-seelischer Umstellungen am Ende der regelmäßigen Menstruation (Menopause). Dabei treten jedoch, auch im Zuge der Veränderungen im weiblichen Hormonsystem, häufig typische Beschwerden auf: Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Verstopfung, Blasenbeschwerden, Libidomangel, Schwindel, Schlafstörungen, emotionale Verstimmungen bis hin zu schweren Depressionen.
Wie können wir Frauen im Klimakterium homöopathisch unterstützen, insbesondere bei gravierenderen Beeinträchtigungen? Der hessische Arzt, Fachbuchautor und langjährige DZVhÄ-Fortbildungsleiter Gerhard Bleul (†) widmet dieser Thematik hier eine spezielle Weiterbildung. Ausgehend von 10 typischen Fallbeispielen stellt er verschiedene, häufig genutzte Arzneimittel differenzierend vor und geht auf alle wichtigen Fragen zum Klimakterium ein.
Zu Beginn des Workshops rekapituliert Bleul relevante Begrifflichkeiten und physiologische Hintergründe der Menopause, insbesondere die Rolle der beteiligten Hormone (v. a. Östrogen). Noch vor wenigen Jahren wurden klimakterische Beschwerden hauptsächlich mittels Östrogensubstitution behandelt, doch damit stieg zugleich das Krebsrisiko. Allein diese "Nebenwirkung" sollte Anlass geben, Alternativen wie Homöopathie zu erwägen.
Die Übersetzung der individuellen Symptomatik einer Patientin in die homöopathische Materia medica und ins Repertorium ist nicht immer einfach. Trotz der beachtlichen Bandbreite charakteristischer Beschwerden führt das Bemühen um ihre repertoriale Analyse leicht in die Irre. Sie bedarf einiger Tricks und Kniffe, die der Referent hier, auf Basis seiner langen Erfahrung, mit uns teilt: Nach welchen Begriffen/Rubriken können wir suchen? Beispielsweise finden sich viele einschlägige Rubriken zur "Menopause" nicht unter "Weibliche Genitalien", sondern im Kapitel "Gemüt"!
Didaktischer Schwerpunkt des Seminars sind allerdings weniger die theoretischen Fragen, als die unterschiedlichen Kasuistiken, die der Referent mit den Teilnehmer*innen fallanalytisch durchspricht. Die verschriebenen Arzneien werden - auch in differenzialdiagnostischer Abgrenzung zu ähnlichen Arzneien - dann detaillierter dargestellt. Dazu gehören Sepia, Cocculus indicus, Lachesis, Cimcifuga, Bambus, Folliculinum, Sanguinaria, Valeriana, Calcium carbonicum, Graphites, Aurum metallicum, Cactus grandiflorus, Glonoinum und Caulophyllum.
Es wird deutlich, dass die Frage nach den eigenen Bedürfnissen der Frau bei vielen Arzneien eine zentrale Rolle spielt und ein häufiges Kernthema des Klimakteriums ist... Da sich die Arzneien nicht nur diesbezüglich ähneln, ist eine gekonnte Differenzialdiagnose von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Arzneiwahl!
Der inzwischen leider schon verstorbene, sehr beliebte hessische Arzt, DZVhÄ-Aktive und renommierte Fachfortbilder Gerhard Bleul erschließt uns hier einen breiten und doch kompakten homöopathischen Zugang zu den Kernproblemen, zentralen Fragen und herausragenden Arzneien des Klimakteriums!
 
Hörprobe 2: Cimicifuga DD Lachesis, Sepia
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- Artikel-Nr.: GB-2194
- Abspieldauer (ca.): 3 Std. 19 Min.
- Edition: GB (Gerhard Bleul Seminare)
- Schlüsselworte: Bambus Calcium carb. Caulophyllum Cimicifuga Cocculus Folliculinum Frauen Graphites Gynäkologie Hitzewallungen Hormone Klimakterium Lachesis Menopause Menstruation Myom Östrogen Podophyllum Sanguinaria Sepia Valeriana Wechseljahre
"Klimakterium ist keine Krankheit."
Jede Frau durchläuft früher oder später das Klimakterium - eine natürliche, individuell unterschiedlich lange Phase körperlich-seelischer Umstellungen am Ende der regelmäßigen Menstruation (Menopause). Dabei treten jedoch, auch im Zuge der Veränderungen im weiblichen Hormonsystem, häufig typische Beschwerden auf: Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Verstopfung, Blasenbeschwerden, Libidomangel, Schwindel, Schlafstörungen, emotionale Verstimmungen bis hin zu schweren Depressionen.
Wie können wir Frauen im Klimakterium homöopathisch unterstützen, insbesondere bei gravierenderen Beeinträchtigungen? Der hessische Arzt, Fachbuchautor und langjährige DZVhÄ-Fortbildungsleiter Gerhard Bleul (†) widmet dieser Thematik hier eine spezielle Weiterbildung. Ausgehend von 10 typischen Fallbeispielen stellt er verschiedene, häufig genutzte Arzneimittel differenzierend vor und geht auf alle wichtigen Fragen zum Klimakterium ein.
Zu Beginn des Workshops rekapituliert Bleul relevante Begrifflichkeiten und physiologische Hintergründe der Menopause, insbesondere die Rolle der beteiligten Hormone (v. a. Östrogen). Noch vor wenigen Jahren wurden klimakterische Beschwerden hauptsächlich mittels Östrogensubstitution behandelt, doch damit stieg zugleich das Krebsrisiko. Allein diese "Nebenwirkung" sollte Anlass geben, Alternativen wie Homöopathie zu erwägen.
Die Übersetzung der individuellen Symptomatik einer Patientin in die homöopathische Materia medica und ins Repertorium ist nicht immer einfach. Trotz der beachtlichen Bandbreite charakteristischer Beschwerden führt das Bemühen um ihre repertoriale Analyse leicht in die Irre. Sie bedarf einiger Tricks und Kniffe, die der Referent hier, auf Basis seiner langen Erfahrung, mit uns teilt: Nach welchen Begriffen/Rubriken können wir suchen? Beispielsweise finden sich viele einschlägige Rubriken zur "Menopause" nicht unter "Weibliche Genitalien", sondern im Kapitel "Gemüt"!
Didaktischer Schwerpunkt des Seminars sind allerdings weniger die theoretischen Fragen, als die unterschiedlichen Kasuistiken, die der Referent mit den Teilnehmer*innen fallanalytisch durchspricht. Die verschriebenen Arzneien werden - auch in differenzialdiagnostischer Abgrenzung zu ähnlichen Arzneien - dann detaillierter dargestellt.
Zwei Beispiele: 56jährige Frau, letzte Periode vor 6 Monaten, mit einem kleinen Myom, Rückenbeschwerden, Fußschmerzen, Hitzewallungen u. a. Auffällige Merkmale: Gewissenhaftigkeit, Furcht vor drohender Krankheit, Sorgen um die Kinder und Enkelkinder, Verschlimmerung durch Bevormundung. Bleul entschied sich hier für Sepia und erläutert die Gründe: eine zentrale Rolle spielt das Thema der weiblichen Selbstverwirklichung und die Schwierigkeit, eigene Bedürfnisse, Emotionen und Wünsche zu äußern. Zugleich meidet Sepia jedoch Fremdbestimmung und setzt sich geradezu kämpferisch für die Angehörigen ein. Die Folgebehandlungen bestätigen die richtige Arzneiwahl.
Ähnlich und im Kern doch anders liegt der Fall einer 50jährigen Frau mit menopausalen Blutdruckschwankungen, Herzklopfen, Schwindel, Fallneigung und Hitzewallungen bzw. Schweißattacken, dazu Sorgen um die Tochter, Angst um die Familie und Streit mit dem Mann. Ansonsten ist sie eher zurückhaltend und schüchtern. Hier erweist sich Cocculus indicus als Mittel der Wahl, mit dem Hauptsymptom: "erkennt alles, kann sich aber nicht bewegen." Wo finden wir die typischen Kernaspekte von Cocculus bereits im Vergiftungsbild? Bei welchen Patient*innen passt es besonders gut?
Mit seinen Fällen und Praxiserfahrungen veranschaulicht Bleul die große Bandbreite klimakterischer Zustände. Dabei kommen verschiedene bekannte, aber auch manch seltenere Arzneimittel zur Sprache, die in ihrer Essenz besprochen werden, insbesondere im Hinblick auf den weiblichen Zyklus und die Menopause: Lachesis (Besserung durch Absonderung, daher oft Beschwerden, wenn die Menstruation endet), Cimicifuga (Verschlimmerung während der Menstruation, begleitet von Kältegefühl, Schwindelanfälle während Hitzewallungen, Durchfall nach Hitzewallungen), Bambus (kein Raum für Flexibilität mehr vorhanden, z. B. bei Müttern, die ihre persönlichen Bedürfnisse immer aufgeschoben haben.). Auch Folliculinum hat eine ähnliche Thematik: "Wo bleibe ich bei all den Aufgaben?"
Es wird deutlich, dass die Frage nach den eigenen Bedürfnissen der Frau bei vielen Arzneien eine zentrale Rolle spielt und ein häufiges Kernthema des Klimakteriums ist... Da sich die Arzneien nicht nur diesbezüglich ähneln, ist eine gekonnte Differenzialdiagnose von entscheidender Bedeutung für den Erfolg der Arzneiwahl! Weitere besprochene Mittel sind Sanguinaria, Valeriana, Calcium carbonicum, Graphites, Aurum metallicum, Cactus grandiflorus, Glonoinum und Caulophyllum.
Der inzwischen leider schon verstorbene, sehr beliebte hessische Arzt, DZVhÄ-Aktive und renommierte Fachfortbilder Gerhard Bleul erschließt uns hier einen breiten und doch kompakten homöopathischen Zugang zu den Kernproblemen, zentralen Fragen und herausragenden Arzneien des Klimakteriums!
1. Begriffsklärung: Menopausestadien und Klimakterium / Frühere und heutige Behandlung (00:00)
2. Wirkung von Östrogen / Östrogene und Umwelt / Heutige frühe Pubertät (11:30)
3. Hormonspiegel und Hitzewallungen / Das Ende der Hormonersatztherapie / Myombedingte Hypermenorrhoe (13:40)
4. Die häufigsten Beschwerden im Klimakterium (17:40)
5. Klimakterium im Repertorium? / Allgemeines: Hitze (20:44)
6. Fall 1 (56): Myom, Hitzewallungen, Sorgen / Besondere Symptome / Beschwerden durch Bevormundung (23:18)
7. AMB Sepia: Weiblichkeit und Selbstverwirklichung / Abneigung gegen Sex (31:06)
8. Sepia: Körpersymptome, Kugelempfindungen, Übelkeit / Modalitäten / Indifferenz / Anarchistische Züge in der Jugend (35:10)
9. Sepia: Weitere Charakteristika / Fall 2 (47): Hitzewallungen, Beschwerden vor Menstruation, Rückenschmerzen / Besserung durch Menstruation (39:42)
10. AMB Lachesis: aggressiv, eifersüchtig, scharfzüngig / Menstruationsbeschwerden / Besserung durch Absonderung (44:38)
Teil 2 (69:36)
1. AMB Cimicifuga: kalte Lachesis, Menses verschlimmert / Die Pflanze / Sprunghaftigkeit / Einengung durch familiäre Pflichten / DD Caulophyllum, Gelsemium / Hitzewallungen mit Schwindel und Durchfall / Cimicifuga für alle Umstellungsphasen (00:00)
2. Fall 3 (56): Abgesetzte Hormonbehandlung / Hitzewallungen wie Ohnmachtsanfall / Raumfüllende Erscheinung (10:33)
3. Wann schulmedizinische Diagnostik? / Podophyllum: Hitzewallung im Gesicht / Wahnidee: Ohnmacht (15:10)
4. Sanguinaria: Signatur und Arzneimittelbild / Blutandrang, Hitze Gesicht und Hals / Kopfschmerzen / Krupp-Husten / Modalitäten und Empfindlichkeiten / DD Rhus tox. u. a. (25:52)
5. Fall 4 (55): Melancholie, Hitzewallungen / frühes Trauma durch sexuelle Übergriffigkeit / Spannung im Kreuzbeinbereich / Empfindlichkeiten / Selbstwertproblematik (34:37)
6. F4: Hitzewallungen mit Frieren und Schwitzen / Identitätsverwirrung / Valeriana / Followup (38:48)
7. Fall 5 (50): BD-Schwankungen, Schweißattacken, Herzklopfen / Schwindel, Angst um Familie u. a. Symptome / Cocculus (51:41)
8. Cocculus: Signatur und Arzneibild / Schwindel und Sorgen / F5: Followup / Diverticulitis und erneute Gabe (58:56)
Teil 3 (77:28)
1. Fall 6 (44): Unregelmäßige Menses, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Beklemmung / Calcium carb. / Followups (00:00)
2. Calcium carb.: Charakteristika / Übergewicht, Hitzeneigung, Bewegungsarmut, Konditionsschwäche (09:18)
3. Graphit - der tanzende Elefant / Aurum metallicum: wenn Welt zusammenbricht, schwere Depression, Wirtschaftskrise / Beispiel Aurum-Patient (14:00)
4. Fall 7 (44): Prämenopause, Schmerzen Oberarm, BWS-Blockade, Überbelastung / Versuch mit Ignatia und Causticum / Überlastung / Bambus (22:41)
5. Bambus Signatur und AMB / Mangel an Elastizität und Flexibilität / Causa Überforderung und fehlende Unterstützung / Weitere Symptome / Verlängerte Menses, verkürzter Zyklus (30:56)
6. DD Folliculinum / Fall 8 (22): Folge von Pille absetzen (Kinderwunsch) / Folliculinum / Followup: Schwangerschaft / DD Sepia, Carcinosinum (44:29)
7. Fall 9 (51): Hitzeschübe, Schweiße, starke Blutung / Versuch mit Pulsatilla / Phosphor (50:15)
8. Caulophyllum nach Ovarektomie / Miasmatische Betrachtung (66:27)
Gerhard Bleul (†)

Arzt für Allgemeinmedizin, Homöopathie, Chirotherapie in Hünstetten.
Jahrgang 1954, Allgemeinarzt mit Schwerpunkt Homöopathie, seit 1986 in eigener vertragsärztlicher Praxis. Qualitätszirkelmoderation seit 1993, Weiterbildungsermächtigung für Homöopathie seit 1997.
Von 1997 bis 2003 2. Vorsitzender des DZVhÄ. 2001 Mitgründer des Europäischen Instituts für Homöopathie (InHom) und der Homöopathie-Stiftung in Köthen. Gründungsmitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) und deren Sektionssprecher für Weiterbildung, Fortbildung und Lehre. Mitarbeit in den Arbeitsgruppen Lernziele und E-Learning.
Seit 2002 Mitherausgeber der Allgemeinen Homöopathischen Zeitung (AHZ). Herausgeber einer Lehrbuchreihe des DZVhÄ zur homöopathischen Weiterbildung und einer Sammlung verschiedener Methoden der "Homöopathischen Fallanalyse". Leitung von Weiterbildungskursen, Fallseminaren und Supervision für Homöopathie.
Mitautor von Homöopathie-Ratgebern und Kompendien, Veröffentlichung zahlreicher Zeitschriftenbeiträge, Leitung der A-F-Weiterbildungskurse in Wiesbaden, regelmäßige Ärzteseminare am eigenen Praxisstandort.
Gerhard Bleul verstarb nach schwerer Krankheit am 3. Juni 2020
In memoriam Gerhard Bleul
(von Michael Frass, Curt Kösters, Sigrid Kruse, Sieglinde Lauer, Susanne Ulbrich Zürni, Stefanie Jahn, Petra Weiermayer, Sandra Wuertenberger, Anna Gerstenhöfer - für WissHom)
"Am Mittwoch, den 3. Juni 2020, hat Gerhard Bleul seinen Lebenszyklus vollendet. Die Mitglieder der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) trauern mit seiner Familie.
Auch für die Homöopathie in Deutschland ist sein Tod ein schmerzlicher Verlust. Gerhard hat ungeheuer viele und vielfältige Beiträge geleistet und das noch bis kurz vor seinem Tod.
Über viele Jahre war er Mitherausgeber der AHZ und hat auch selbst viele Artikel dort publiziert. Besondere Anliegen waren ihm die Lehre und die Erforschung der Homöopathie. In der Fort- und Weiterbildung war er selbst immer aktiv als Dozent und publizierte auch diverse Materialien und Bücher (so z. B. die Schriftenreihe des DZVhÄ zu den A- bis F-Kursen). Aber auch der heutige Stand der Homöopathie in der Türkei geht wesentlich auf sein langjähriges Wirken dort zurück. Der nunmehr ins Jahr 2021 verlegte 75. LMHI-Kongress in Istanbul ist ein Ergebnis. 2001 war er federführend beteiligt an der Gründung der Homöopathie-Stiftung des DZVhÄ und des Europäischen Instituts für Homöopathie (InHom), 2010 dann wiederum an der Gründung der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom), der Nachfolge von InHom. Der Internationale Coethener Erfahrungsaustausch (ICE) wurde ebenfalls 2001 von ihm initiiert und über viele Jahre auch gestaltet und organisiert. Bei WissHom war er seit der Gründung ehrenamtlich für die Koordination der Sektion Lehre verantwortlich, aber auch an vielen Projekten außerhalb dieser Sektion beteiligt. Seit November 2019 war er 2. Vorsitzender und hat diese Aufgabe bis zu seinem Rücktritt Anfang April mit vollem Einsatz erfüllt. Für die Präsidiumssitzungen von WissHom hat Gerhard Bleul jeweils seinen wunderschön am Taunus gelegenen Seminarraum zur Verfügung gestellt und uns gemeinsam mit seiner langjährigen lieben Lebensgefährtin Jutta Lindner wunderbar betreut und bewirtet. Das Materia-Medica-Projekt Glopedia verdankt ihm sein Herzstück, den International Code of Symptoms (ICS) - und dies war auch der Inhalt eines seiner letzten Artikel in der AHZ (3/2020). Auch das Falldokumentationsprojekt Empirium geht wesentlich auf einen Dokumentationsstandard zurück, der in mehreren Konsensuskonferenzen entwickelt wurde, von Gerhard geduldig aber beharrlich und ergebnisorientiert moderiert. Die Arbeitsgruppe Spezifische Krankheiten (bei Hahnemann festständige Krankheiten) wurde ebenfalls von ihm begründet und betrieben. In der Sektion Lehre förderte und begleitete er unter anderem die Ansätze zum Online-Learning. Eines seiner letzten Projekte war die Entwicklung eines Online-Lexikons.
Seine große und erfolgreiche Praxis führte er trotz schwerer Krankheit noch bis kurz vor seinem Tod. Die Weiterbildungungskurse in Wiesbaden-Naurod, Fallseminare, Supervisions- und Arbeitskreise unter seiner Leitung begleiteten über Jahrzehnte junge Kollegen und Kolleginnen beim Studium der homöopathischen Lehre. Neben enormem Fleiß, seiner Eloquenz und Beharrlichkeit bleiben auch sein Humor und seine Wertschätzung unterschiedlicher Strömungen der Homöopathie in Erinnerung.
Er fehlt uns sehr als: als Ratgeber, Diskussionspartner, besonders aber als Mensch und Freund. Wir hoffen, all das Gute, das er auf den Weg zu bringen vermocht hat, mit vereinten Kräften fortführen zu können."
(Quelle: https://www.wisshom.de/ueber/personalia/)
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